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Klima Ägypten / Beste Reisezeit Ägypten

Was erwartet man, wenn man in ein Land reist, das zu 95 Prozent aus Wüste besteht? Sonne, Sonne und nochmals Sonne.  Und das bekommt man auch, in dem Land im äußersten Nordosten Afrikas, dessen Staatsgebiet sich über zwei Kontinente erstreckt: Ägypten.  Der Nil ist die Lebensader des Wüstenstaates und prägt ihn durch einen schmalen, fruchtbaren Uferstreifen, der ihn vom Süden in den Norden durchzieht.

Klimatische Einflüsse. Der Norden

Ägypten liegt in der nordafrikanischen Trockenzone, es unterliegt je nach Gebiet aber auch anderen klimatischen Einflüssen, die das Wetter jedoch nur unwesentlich beeinflussen. Heiß ist es überall.
Im Norden grenzt das Land ans Mittelmeer. Hier mündet der Nil in einem riesigen Delta und hier herrscht dank des maritimen Einflusses eine mediterrane Witterung. Typisch sind milde Winter mit hoher Luftfeuchtigkeit und heiße Sommer. Frühling und Herbst sind trocken und heiß, wobei erstaunlicherweise die Frühlingsmonate mit um die 45 Grad, Hitzerekorde aufstellen können.
In diesem Gebiet fällt auch der meiste Regen, etwa 200 mm pro Jahr – eine geringe Menge im Vergleich zu Deutschland, (durchschnittlich 700 mm). Dieser Niederschlag fällt im Winter, hauptsächlich in der Region Alexandria. Da bleibt für den Rest des Landes nicht mehr viel übrig.

Von der Sahara bis in den Sinai. Die Wüste

Typisch für das Wüstenklima sind große Temperaturschwankungen. Die Tage sind extrem heiß, die Nächte empfindlich kalt. Bedingt durch die topographische Lage, können im Winter, in den höher gelegenen Wüstengebieten der Sinai-Halbinsel, nachts sogar leichte Bodenfröste auftreten. Die Luft ist extrem trocken, was die Hitze erträglicher macht – die Niederschlagswahrscheinlichkeit geht gegen Null.

Pyramiden in Ägypten

Pyramiden in Ägypten ©iStockphoto/sculpies

Das Rote Meer

Hier befinden sich die berühmten Badeorte Ägyptens und hier herrschen natürlich auch sommerlich-heiße Temperaturen, die im Winter mit rund 20 Grad bei Tag und 10 Grad bei Nacht, deutlich moderater ausfallen, als in den extrem heißen Sommermonaten.  Die Hitze wird glücklicherweise durch einen stetig wehenden Wind gemildert und die Wassertemperaturen von bis zu 28 Grad sorgen für etwas Abkühlung.

Beste Reisezeit

Ägypten ist ein Land, das durch eine jahrtausende alte Kultur geprägt ist, die bis heute in den weltweit einzigartigen Pyramiden und vielen anderen Bauwerken – sowie auch Museen – präsent ist. Diese monumentalen Bauwerke ziehen jährlich hunderttausende Touristen an. Um der größten Hitze zu entgehen, bietet sich für Besichtigungstouren in Luxor beispielsweise, der Winter von November bis März an. Möchte man hingegen einen Bade- oder Tauchurlaub am Roten Meer erleben, so sollte man den Winter meiden, da es dann nicht so warm ist. April bis Oktober sind am besten geeignet, obwohl es im Hochsommer sehr heiß werden kann.

Für Reisen ans Mittelmeer ist der Sommer oder Herbst perfekt, denn die Winter können feucht und schwül sein und auch einige Regentropfen sind möglich.  Eine weitere Attraktion für Touristen sind Nil Kreuzfahrten, die sich nicht nur wegen des berühmten Agatha-Christie-Schauplatzes großer Beliebtheit erfreuen.  Beste Reisezeit sind Frühling und Herbst, was zur Folge hat, dass die Schiffe überfüllt sind. Im Sommer hat man mehr Platz, muss sich aber mit sengender Hitze abfinden. Kombinierte Bade,- Besichtigungs- und Kreuzfahrt-Reisen legt man am besten in den Herbst, da die Sommerhitze zu strapaziös und belastend ist.

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