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Klima Demokratische Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo ist deutlich größer als sein Namensvetter Republik Kongo und hat als drittgrößter Staat des afrikanischen Kontinents aufgrund seiner geografischen Ausbreitung ein sehr wechselhaftes Klima. Das Land liegt direkt am Äquator, die durchschnittlichen Temperaturen liegen daher bei hohen 26 Grad Celsius.

Während der zentrale Bereich des Landes das ganze Jahr über konstante Temperaturen mit geringen Niederschlägen sieht, wechseln sich im Norden und im Süden des Landes Regenzeit mit Trockenzeit ab. Die Regenzeit nimmt im Normalfall etwa 8 Monate ein. In hohen Lagen kommt es zu Schneefällen. Im Bereich der nördlichen Mitte des Landes kommt es das ganze Jahr über zu gleichmäßig verteilten Niederschläge von etwa 150-200 cm. Die Temperatur bleibt während des gesamten Jahres weitgehend konstant bei 25 Grad Celsius, wobei die gefühlte Temperatur durch eine beständig hohe Luftfeuchtigkeit teilweise deutlich darüber liegt. Im Süden der Demokratischen Republik Kongo herrscht ein tropisches Klima. Es gibt zwar keine Jahreszeiten im Sinne temperaturbedingter Änderungen der Flora und Fauna, die Abgrenzungen zwischen Regenzeit und Trockenzeit sind jedoch sehr klar konturiert. Je nach geografischer Lage und Höhenlage dauert die Trockenzeit zwischen 3 und 6 Monaten an. Generell gilt, dass die Phasen von Trockenzeit und Regenzeit eine klarere Kontur haben, je weiter sich die Region vom Äquator entfernt befindet. In diesen Regionen, vor allem im Süden des Landes, werden die Trockenzeiten gleichzeitig deutlich länger. Während es in der Hauptstadt Kinshasa 500 km entfernt von dem Äquator nur noch in 8 Monaten des Jahres zu Niederschlägen kommt, verringert sich dieser Wert 800 Kilometer weiter südlich in dem Gebiet um Lubumbashi auf 6 Monate.

Flagge von Kongo

Flagge von Kongo ©iStockphoto/selensergen

Gleichzeitig befinden sich weite Teile der südlichen Demokratischen Republik Kongo im Gebirge bzw. im Hochland. Durch die steigenden Höhenlagen werden gleichzeitig die Unterschiede zwischen den Temperaturen zur Tages- und zur Nachtzeit extremer. Die Luft ist generell kälter und wird tagsüber nur zwischenzeitlich von der Sonne erwärmt. Generell lässt sich sagen, dass die Temperaturen bei einem topografischen Anstieg von 180 Metern um einen Grad Celsius sinken. Die klimatischen, und damit einhergehend auch die ökologischen, Veränderungen, die sich durch den Anstieg zu den großen Schollen um die südkongolesische Stadt Virunga ergeben, sind daher gewaltig. An der Mündung des namensgebenden Flusses Kongo herrscht ein Mikroklima mit geringeren Temperaturen als in der Umgebung bei gleichzeitig deutlich verminderten Niederschlagsmengen.

In allen Regionen einheitlich ist die Verteilung der Regen- und Trockenzeiten. Obwohl diese in ihrer Ausdehnung variieren, lässt sich verallgemeinert feststellen, dass die Trockenzeit im Kern die Monate Dezember bis Februar anhält, während die Regenzeit zwischen April und Oktober herrscht. Die Monate März und November sind Monate des Übergangs beider Zeiten, wobei der Übergang in den Bereichen weit im Süden des Landes abrupter ausfällt als in den restlichen Landesteilen.

Beste Reisezeit

Das Land lässt sich am besten während der jeweiligen Trockenzeit besuchen. Zur Regenzeit können die Niederschläge so heftig werden, dass viele Verkehrswege, von denen nur die wenigsten asphaltiert sind, unbefahrbar werden. Aufgrund der langen Regenzeiten ist die Vegetation auch während der Trockenzeit üppig. Bei Regionen mit langen Trockenzeiten können Besucher dennoch in Erwägung ziehen, zu Beginn der Trockenzeit zu reisen.

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