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Klima Tadschikistan / Beste Reisezeit Tadschikistan

Tadschikistan ist ein Binnenstaat in Zentralasien, der an Kirgistan, Usbekistan, China und Afghanistan grenzt. Mit der Ausnahme des Ferghanatals besteht Tadschikistan ganz überwiegend aus Hochgebirgslandschaft. Im Osten liegt das Pamir Gebirge mit dem fast 7.500 Meter hohen Pik Ismoil Somoni, im Norden erstreckt sich das Alai Gebirge. Die Hälfte der Fläche Tadschikistans liegt 3.000 Meter über NN. Die wenigen Täler des Landes sind von Steppenlandschaft geprägt, aber auch von ausgedehntem Grasland, Flüssen und Seen.

Kontinentales Klima in Hochgebirge und Ebenen

Wegen seiner Lage im asiatischen Binnenland und den ausgedehnten Bergketten ist das Klima Tadschikistans stark kontinental geprägt. Die Sommer sind heiß und die Winter kalt. In den Sommermonaten sind Temperaturen von 45 Grad keine Seltenheit, während in den Wintermonaten das Thermometer Werte um den Gefrierpunkt anzeigt. Im Januar werden Tiefsttemperaturen von bis zu -12 Grad gemessen. In den Tal- und Beckenregionen sind die Temperaturunterschiede weniger ausgeprägt. Hier herrscht eher ein subtropisches Klima vor. In Tadschikistan fallen relativ wenige Niederschläge. Im Ferganabecken liegt die Jahresdurchschnittsmenge nur bei 140 Millimeter pro Quadratmeter. An den Hängen des Hissaragebirges wird dagegen eine Jahresniederschlagsmenge von 1.700 Millimeter pro Quadratmeter gemessen. Die klimatischen Unterschiede zwischen dem tadschikischen Hoch- und Tiefland sind extrem. Zwischen Oktober und Mai kommt es im den Gebirgen zu Schneestürmen und Rekordtiefstwerten von -45 Grad. Die Monate Mai bis März bringen dann mildere Temperaturen und Niederschläge auch in den Tälern. Der Sommer ist hingegen in den Ebenen sehr trocken, und zwischen Juni und Oktober kommt es zu Staubstürmen. Mit der Ausnahme des Umlands von Flüssen und Seen ist die Vegetation in Tadschikistan eher karg. Es dominiert eine Steppenlandschaft, die auf hohe Temperaturen und wenige Niederschläge eingestellt ist.

Tadschikistan

Tadschikistan ©iStockphoto/Himagine

Staubstürme in der Steppe

Für die Täler und Ebenen Tadschikistans sind zwischen Juni und Oktober starke Staubstürme charakteristisch. Wenn in den Sommermonaten kaum Regen fällt, wird der Boden extrem trocken und staubig. Stürme können dann leicht den sandigen Untergrund der Steppe aufwirbeln. Staub und Sand werden dann vom Wind über hunderte von Kilometern durch die Ebenen transportiert. Die Temperaturen zur Sommerzeit liegen in der Steppe bei bis zu 45 Grad. Wegen der geringen Luftfeuchtigkeit sind die hohen Werte aber erträglicher als in maritimen subtropischen Regionen. In den Städten Tadschikistans fallen die Temperaturen im Sommer nicht ganz so extrem aus. In Duschanbe erreichen sie maximal 30, in Chorug nur etwas über 20 Grad. Aber auch in den Städten ist es im Sommer sehr trocken.

Beste Reisezeit

Bei Reisen nach Tadschikistan sollte man die heißen Sommer und die kalten Winter meiden. Als beste Reisezeit können der Frühling, d.h. April bis Juni, und der Herbst, d.h. September bis November gelten. Im Winter kann man zwar einige schneesichere Skigebiete nutzen, das Reisen innerhalb des Landes ist allerdings beschwerlich. In höheren Gebirgsregionen ist mit starken Schneefällen zu rechnen, und viele Straßen sind nicht frei oder gesperrt. Die wichtigsten Pässe des Pamirgebirges können nur zwischen Juli und September befahren werden. Damit ist im Winter auch die Straßenverbindung zur Hauptstadt Duschanbe unterbrochen. Die Sommermonate haben den Vorteil, dass sie so gut wie regenfrei sind. Dafür schnellen die Temperaturen schon einmal auf Wüstenniveau hoch. In der Regel nehmen die Niederschlagsmengen aber bereits im April deutlich ab und steigen erst wieder im Oktober deutlich an.

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