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Klima Süd Korea / Beste Reisezeit Süd Korea

Südkorea liegt in einer gemäßigten Klimazone mit vier Jahreszeiten, im Gegensatz zu den zwei Jahreszeiten Regenzeit und Trockenzeit der Tropen. Diese gibt es in Südkorea in einigen subtropischen Tälern der Südküste (Jejudo) und in einigen Höhenregionen über 1.750 Meter.

Jahreszeiten in Südkorea

Ende März beginnt in dem asiatischen Land der Frühling, er ist recht mild und sonnig. Aus der nordwestlich gelegenen Wüste Gobi wird im Frühjahr feiner gelber Wüstenstaub nach Südkorea getragen. Im Sommer dreht der Wind, er kommt dann von Süden und führt feuchte heiße Luft aus dem Gebiet der Philippinen nach Südkorea. Den dabei entstehenden Monsun, die großflächige tropische Luftzirkulation mit teils heftigen Winden und Regenschauern, nennen die Südkoreaner Jangma, seine Zeit beginnt zwischen Ende Juni und Anfang Juli. In dieser Zeit fällt der größte Teil der jährlichen Niederschläge über Südkorea, klare Tage wechseln immer wieder mit Regen. Der darauf folgende Mittsommer ist durch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit bis zu 95 Prozent, selten unter 85 Prozent sehr drückend und schwül, Europäern erscheint dieses Klima oft unerträglich. Die Tagestemperaturen im Mittsommer in Südkorea liegen regelmäßig über 30° Celsius.

Der südkoreanische Herbst setzt Mitte September ein, die Winde haben die Richtung wieder gedreht und kommen aus Nordwest vom asiatischen Kontinent. Die Luft, die sich über der Wüste Gobi erwärmt hat und trocken ist, sorgt in dieser Zeit über Südkorea für viel Sonne, gleichzeitig sinken allmählich die Temperaturen. Der darauf folgende Winter ist bitterkalt und sehr trocken. Sibirische Winde kühlen die Landschaft extrem aus, bringen aber gleichzeitig trockene Luft und dadurch selten Schnee mit. Ab Januar gibt es in Südkorea ein weltweit einzigartiges Temperaturschema, es wechseln sich regelmäßig drei kalte mit vier milden Tagen ab.

Flagge von Süd Korea

Flagge von Süd Korea ©iStockphoto/prawny

Die Durchschnittstemperaturen liegen im Jahresmittel bei 11,5° Celsius (zum Vergleich Deutschland: 8,2° Celsius), der mittlere jährliche Niederschlag bei 1404 mm (Deutschland: 789 Millimeter). In einzelnen Regionen weichen die Durchschnittswerte deutlich ab. In Zentral-Südkorea und im Norden sind die Temperaturdifferenzen im Jahresverlauf wesentlich größer als im Süden an der Küste. Die Ostküste weist höhere Temperaturen auf als die Westküste, hier verhindert das Taebaek-Gebirge den Einfall kalter sibirischer Winde.

Naturerscheinungen

In Südkorea gibt es gelegentliche Erdbeben, etwa 45 pro Jahr seit den Jahren 2006, davon aber nur rund 9 über dem Richterskala-Wert von 3,0, bei dem ein Erdbeben von Menschen wahrgenommen wird. Zwischen Anfang August bis Anfang September treten Taifune auf, die allerdings nicht mehr sehr stark sind, wenn sie das südkoreanische Festland erreichen. Zwischen März bis Mai ist die Luft voll vom feinen gelben Gobi-Wüstensand, er enthält, aus China kommend, auch viele Schadstoffe und legt sich nebelartig über das Land.

Beste Reisezeit

Im Herbst, in den Monaten September bis November ist die günstigste Zeit, um nach Südkorea zu reisen. In dieser Jahreszeit ist es sehr sonnig, die Landschaft erscheint in herbstlicher Färbung sehr spektakulär. Auch im Winter kann das Land besucht werden, es ist zwar kalt, aber trocken, Skifahrer ohne Hang zum Massentourismus finden in Südkorea gute Gelegenheiten. Der südkoreanische Frühling hat ebenfalls große Reize, das Land ist zur dieser Zeit allerdings voll mit japanischen Touristen. Es ist dann schwer, angemessene Unterkünfte zu finden. Der Sommer ist wenig zum Reisen nach Südkorea geeignet, er ist schwül, heiß und feucht, mit asiatischen Touristen überfüllt, denen das Klima nichts ausmacht, und daher auch teuer.

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