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Klima Tschechien / Beste Reisezeit Tschechien

Tschechien ist ein in Mitteleuropa gelegenes Land ohne direkten Zugang zum Meer. Das Binnenland mit Grenzen zu Deutschland, Österreich und Polen und der Slowakei wird von einem Rand aus Gebirgsketten umgeben. Im Südwesten befindet sich der Böhmerwald, im Nordwesten befinden sich Teile des Erzgebirges auf tschechischem Hoheitsgebiet, im Norden ziehen sich die Sudeten mit dem bekannten Riesengebirge hin. Zum Landesinneren hin erstrecken sich Täler und Becken, die wiederum von teilweise niedrigen Erhebungen geteilt werden. Die landschaftliche Beschaffenheit und die Lage des Landes sind für das Klima in Tschechien von entscheidender Bedeutung.

Gemäßigtes Klima mit Besonderheiten

Grundsätzlich trifft man in Tschechien das aus den anderen Ländern Mitteleuropas bekannte gemäßigte, vom Zusammentreffen kontinentaler und ozeanischer Anteile geprägte Klima an. Je weiter sich das Land in östlicher Richtung erstreckt desto größer wird der Einfluss der kontinentalen Klimazone. Deutlichere Temperaturunterschiede in den Sommer- und den Wintermonaten sind die spürbare Folge. Zusätzlich nimmt die Niederschlagsneigung ab.

Das Klima in Tschechien weist jedoch Besonderheiten auf, da immer wieder Gebirgszüge Einfluss auf das Wetter nehmen. In den höheren Lagen nimmt die Temperatur ab und die Regenneigung steigt an.

In den geschützten Talbereichen sind die Temperaturen milder und die Regenmengen sind deutlich geringer. Die Täler von Böhmen weisen lediglich eine durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge von 450 bis 650 mm auf, während auf den Bergen 1.000 bis 2.000 mm Niederschlag im Jahr aufgefangen werden.
Ein besonders trockenes Gebiet ist Mittelböhmen. Im Bereich von Mittel- und Südmoravie werden grundsätzlich wärmere Temperaturen als im böhmischen Teil Tschechiens gemessen und es bleibt in den Ebenen häufiger trocken.

Prag

Prag ©iStockphoto/PP-PHOTO

Zu unbeständigem und schlecht voraussagbaren Wetterlagen führen die häufigen Zusammentreffen von Azorenhochdruckgebieten mit Islandtiefdruckgebieten über Tschechien. Durch tschechisches Gebiet zieht sich über die Gipfel des Böhmerwalds und des Böhmischen Mittelgebirges bis zu den Ausläufer der Karpaten die europäische Wasserscheide, die auch für die Beständigkeit des Klimas nicht ohne Bedeutung ist.

Die Winter in Tschechien sind gemäßigt kalt und einigermaßen feucht. In den Monaten Dezember, Januar und Februar muss mit Frost gerechnet werden. Im Einzelfall sind schon Temperaturen gemessen worden, die erheblich unter – 10 Grad lagen. In den Gebirgsregionen besteht in dieser Zeit Gelegenheit dazu, Wintersport auszuüben. Die Niederschlagsneigung ist besonders in den höheren Berglagen relativ groß.

Im Sommer werden bei bis zu 46 monatlichen Sonnenstunden angenehme Durchschnittstemperaturen von mehr als 17 Grad erreicht.

Beste Reisezeit für Tschechien

Die beste Reisezeit für einen sonnigen Urlaub in Tschechien liegt zwischen Mai und September. Die meisten Sonnenstunden kann der Reisende im August erwarten. Im Juli sind die Temperaturen in der Regel angenehm warm und überschreiten häufig 20 Grad, so dass ein Durchschnittswert von mehr als 17 Grad erreicht wird. Im Juni kann es zu ergiebigen Niederschlägen kommen. Angenehme Temperaturen für Besichtigungen und Rundfahrten liegen im Frühjahr und im Herbst vor. Eine Reise nach Prag kann auch nach dem September noch sehr schön sein. In der hauptsächlich im Moldau-Tal gelegenen Innenstadt halten sich immer etwas wärmere Temperaturen als außerhalb. Die Wintermonate November bis Januar mit ihren Temperaturen im Gefrierbereich locken nur Wintersportler nach Tschechien. Insbesondere im Riesengebirge besteht bis März gute Aussicht auf optimale Wintersportbedingungen.

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