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Klima Palästinensische Gebiete

Die palästinensischen Gebiete bezeichnen eine etwa so große Region wie das deutsche Bundesland Baden Württemberg. Sie werden begrenzt vom südlichen Mittelmeer, nördlich von den Gebirgszügen des Libanon, östlich von der Wüste (Syrien/Arabien) und südlich von der Wüste Negeb. Trotz ihrer geringen Fläche weisen die palästinensischen Gebiete vier unterschiedliche Klimazonen auf, welche vor allem jedoch bestimmt sind von einer Regenzeit und einer trockenen Periode. Die Sommer sind heiß und lange, die kurze Winterzeit jedoch sehr feucht und nasskalt. Im Hochland kann es sogar Schnee geben.

Die Klimazonen sind die Küste, das Bergland, der Jordangraben und die Hochebene. Herrscht an der Küste vor allem ein mildes, mediterranes Klima mit leichten Winden, die vom Mittelmeer herüberwehen, so ist es auf der Hochebene sehr heiß und trocken. Nur in der Gegend um das Tote Meer findet man gelegentlich in Oasen auch eine tropische Flora vor.

Das Westjordanland ist nicht so trocken als die Gebiete des Gazastreifens – hier fallen mancherorts bis zu 900mm Regen. Die Winter in den bergigen Gebieten sind deutlich kälter als an der Küste. Nachts kann es hier Frost geben, tagsüber sind es dagegen schon im Januar zum Teil 13° Celsius. Es ist häufig nasskalt und ungemütlich.

Im Westjordanland ist zwischen Juni und September Trockenzeit, es wird häufig tagsüber mehr als 35° Celsius. Die Farben der Dürre prägen die Landschaft. Allerdings sind hier dennoch die Nächte deutlich frischer und weniger schwül. Im Frühling und Herbst ist es in allen Regionen des palästinensischen Gebietes mild mit Tagestemperaturen um die 23° Celsius.

Auf der Hochebene östlich vom Jordan herrscht ein semi-adrides bis adrides Klima. Viele zum Jordan strömende Flüsse fallen in der heißen Jahreszeit trocken. Hier und westlich des Jordan fällt häufig zwischen Mai und Oktober kein Regen. Der einzige Niederschlag ergibt sich aus dem Frühnebel, der im Mai und Juni zu beobachten ist. Im Bergland steigen die Temperaturen in den heißesten Monaten von Juni bis Oktober oftmals über 40° Celsius. Im Winter fällt dann allerdings manchmal sogar Schnee bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Es herrschen hier also extreme Temperaturschwankungen im Jahresverlauf.

Palästinensische Gebiete

Palästinensische Gebiete ©iStockphoto/Eldad Carin

Die beste Reisezeit

Die schönste Reisezeit für die palästinensischen Gebiete ist der Frühling, im April und Mai, wo alles grünt und blüht. Aber auch der Herbst von Anfang September bis Ende Oktober eignet sich gut. Dann herrscht ein mildes und trockenes Klima vor. Wer es etwas extremer mit Hitze und Kälte aushält, kann jedoch ganzjährig nach Palästina reisen – vor allem in Küstennähe. Auf jeden Fall meiden sollte man den Chamsim – einen heißen, aus der Wüste wehenden Wind. Dieser kommt zwar lediglich im August auf und dauert nur einige Tage, doch er zehrt Mensch und Tier völlig aus.

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