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Klima Russland / Beste Reisezeit Russland

Wer sich die Weltkarte zur Hand nimmt, wird feststellen, dass Russland das größte Land der Erde ist. Das riesige Reich, gelegen in den Kontinenten Europa und Asien, bedeckt ca. 1/8 der Gesamtfläche unserer Erde. Das Klima eines solchen Staates ist naturgegeben verschiedenen Einflüssen ausgesetzt und muss daher in verschiedene Subklimas unterteilt werden.

Die Klimaregionen

Russland lässt sich in drei Klimazonen einteilen. An der Küste des Nordpolarmeeres ist das polare Tundrenklima vorherrschend. Dieses geht im Landesinneren bis in die Gebirge des Fernen Ostens. Weiter südlich ist Russland von subarktischem Klima geprägt. Zu diesem Gebiet zählt der Ferne Osten Russlands, Sibirien sowie im europäischen Teil Russlands das Gebiet nördlich von St. Petersburg, der zweitgrößten Stadt des Landes. Die geografisch am weitesten verbreitete Klimazone des russsischen Staates ist die gemäßigte kontinentale Zone. Sie erstreckt sich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und erfasst zusätzlich einen Teil des südlichen Westsibirischen Tieflandes sowie den südöstlichen Bereich des Fernen Ostens in Russland. In diese Klimazone ist auch die Haupstadt Moskau einzuordnen, die somit kalte Winter erlebt, die Durchschnittstemperatur im Januar liegt bei -9 Grad Celsius. In einem kleinen Teil des riesigen Landes herrscht gar suptropisches Klima vor. Die Schwarzmeerküste wird daher jedes Jahr von vielen Russen aus den kälteren Gebieten des Landes aufgesucht.

Geografischer Einfluss auf das Klima

Die geografischen Bedingungen in Russland sorgen insgesamt für ein kaltes Klima. Das angrenzende Nordpolarmeer ist nicht von warmen Strömungen geprägt und bringt daher keine warme Luft mit sich. Im Gegenteil ist es im Winter meist bis an die Küste heran zugefroren. Im Süden des Landes, wo Russland an Zentralasien grenzt, befinden sich hohe Gebirge, aufgrund derer es aus dieser Richtung kaum zum Einstrom maritimer, tropischer Luftmassen kommen kann.

Moskau

Moskau ©iStockphoto/kukuxa

Der Wind als Klimafaktor

Ein weiterer, die Kälte begünstigender Faktor ist der Einfluss des Windes. Da sich der größte Teil Russlands im sogenannten Westwindgürtel befindet, werden die warmen Luftmassen vom Pazifischen Ozean nicht weit ins zentrale Gebiet Russlands getragen, sondern bleiben den Küstenregionen vorbehalten. Der Westwind treibt vor allem im Winter regelmäßig ein sehr kaltes Hochdruckgebiet aus Sibirien gen Osten über das Land, so dass noch weit entfernte Regionen des fernöstlichen Gebietes Russlands von der Kälte betroffen sind.
Auf der anderen Seite treibt der Westwind zwar die warme Luft des atlantischen Ozeans nach Russland. Diese allerdings ist auf dem weiten Weg durch den weiter westlichen gelegenen Teil Europas vielen Einflüssen ausgesetzt und verändert sich daher bis zur Ankunft der Luftmassen über Russland.

Niederschläge

Im Sommer, wenn die feuchte Atlantikluft am ehesten bis nach Russland vordringen kann, kommt es zu den größten Niederschlagsmengen. Insgesamt sind die Niederschläge trotz partiell häufiger Bewölkung relativ gering. Zu einem für den Ackerbau negativen Effekt führen die häufigen Dürren im Frühling, während die regional schweren Regengüsse im Spätsommer ebenfalls einen kontraproduktiven Einfluss auf die Ernte haben.

Beste Reisezeit

Ein Besuch des riesigen Reiches bietet sich im Sommer an. Die Winter können teilweise Extremtemperaturen mit sich bringen, in Ost-Sibirien beträgt die Differenz zwischen Juli und Januar bis zu 65 Grad. Schon ab Ende September werden die Tage spürbar kürzer.

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