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Toskana – Eine wunderbare Welt

Schon seit einigen Jahren beschäftigte uns schon der Gedanke einmal in der Toskana Urlaub zu machen. Dafür hatten wir 10 Tage im Herbst vorgesehen. Nach einem Zwischenstopp in Bayern, der Fahrt über den Brenner und unzähligen Tunneln kamen wir bei blauem Himmel in unserem Domizil an. Wir wohnten etwa 15 km von San Gimignano entfernt auf einem kleinen toskanischen Anwesen. Das Anwesen konnte man über eine kleine Kieszufahrt von einer sich durch die Landschaft schlängelnden Landstraße erreichen. Auf dem Anwesen standen mehrere sehr alte kleinere im toskanischen Stil erbaute Häuser sowie ein etwas größeres Haupthaus. Alle Häuser waren mit viel Liebe zum Detail renoviert, und modern mit allem Komfort ausgestattet. Jedes Haus verfügte über eine eigene Terrasse und eine Wiese. Alle Häuser waren mit diesen toskanischen kniehohen Mauern umgeben, wie man sie dort allerorten sieht. In dem Haupthaus gab es unten einen kleinen Speisesaal (klein und urgemütlich) und im Außenbereich einen Pool mit atemberaubender Aussicht. Wir wurden sehr herzlich von den beiden Eigentümern aufgenommen, mit denen wir uns in englischer Sprache unterhalten konnten. Es ging alles sehr unproblematisch und ruhig zu. Später sollten wir feststellen, dass das der Mentalität dieser Region entsprach.

Am nächsten Morgen freuten wir uns nach einer ausgiebigen Dusche auf das Frühstück. In dem Speisesaal waren wir erst enttäuscht als wir das Buffet sahen, da es außer ein paar verschiedene Brotsorten und diverse wenige aufgeschnittenen Wurstsorten wenig gab. Das lag allerdings daran, dass die beiden toskanischen Eigentümer alles frisch an jeden Tisch brachten. Zu dem opulenten Frühstück konnten wir aus dem Fenster schauend direkt die Aussicht genießen.

Nachdem wir uns gestärkt hatten wollten wir die Gegend erkunden und traten unsere erste Tagestour an. Unser erklärtes Lieblingsziel schon vor Antritt der Reise war San Gimignano. Der Weg dorthin war jedoch eine Überraschung. Überraschung in der Form, dass wir nicht damit gerechnet hatten, dass sich in der Toskana alles nur auf Serpentinen bewegt. Man braucht dadurch schon eine Weile um 15 km zurückzulegen. Dafür wurden wir exzellent entschädigt. In dieser kleinen Stadt denkt man die Zeit ist stehengeblieben. Alle Häuser und natürlich die Türme stehen da wie vor hunderten Jahren.

Toskana

Toskana ©iStockphoto/clodio

Glücklicherweise sind im Herbst nicht so viele Touristen dort, so dass alles nicht so voll war. Überall kleine urige Lädchen, Restaurants und Ateliers in denen man eben meistens keinen Nepp kaufen kann. Selbst in den Restaurants wird man nicht, wie in vielen anderen Touristenstädten Italiens, übers Ohr gehauen. Die Qualität war in allen Restaurants wo wir was gegessen und getrunken haben exzellent bei sehr moderaten Preisen. Selbst in kleinen Buden an der Landstraße. Irgendwie konnten wir nicht genug kriegen von dieser interessanten Stadt mit den freundlichem Menschen und dem Mittelalterlichen Charme.
An einem Sonntag ging es nach Siena. Nach einer Weile Autofahrt, kamen wir dort an und parkten an einem Fußballstadion. Ein paar Schritte weiter war eine riesige Kathedrale, die sehr sehenswert war. Nach einem Fußweg kamen wir dann zum Piazza del Campo, einem großem Platz inmitten von sehr alten Häusern. Auf diesem Platz findet jedes Jahr der weltbekannte Palio (ein Pferderennen)statt. Da Sonntag war waren auch viele Italiener hier unterwegs, die sich mitten auf dem Platz auf dem Boden setzten um Picknick zu machen. Wir taten es Ihnen nach und kamen mir einigen ins Gespräch. Was für freundliche und lebenslustige Leute dachten wir. Ach so, an der Stelle sei erwähnt das wir unseren kleinen Sohn (2 Jahre) dabei hatten. Uns ist bisher in keinem Land und in keiner Stadt in der wir waren, eine solche Freundlichkeit gegenüber Kindern entgegengebracht worden. Als wir auf der Piazza waren, lief unser Kleiner immer wieder zu anderen Leuten die auf dem Boden saßen. Wie die Italiener (oder waren es Toskaner?!) mit ihm umgegangen sind war schon unglaublich. Wir verweilten lange dort und erkundeten weiter die Gassen Sienas, die wir ein Spinnennetz alle vom der Piazza weg führten. Auch hier gab es wieder unzählige urige Geschäfte, die wieder ein ganz anderes Sortiment hatten. Also wir konnten uns ja bei den toskanischen Plätzchen nicht zurückhalten. Köstlich. Darüberhinaus konnte man dort sehr viele Nudelsorten in allen Farben, Olivenöle, spezielle Wurstsorten und vieles vieles mehr erstehen. Eine unheimlich vielfältige Region.

An weiteren Tagen waren wir noch in Pisa, wo es sehr voll war, in Florenz (traumhaft schön –viel Zeit mitbringen-), am Meer, im Tarot Garten von Niki de Saint Phalle, Volterra und in diversen anderen Orten der Toskana. Wir sind bis heute begeistert. Das war unser erlebnisreichster Urlaub, bei dem wir abseits der Straßen viel gesehen und erlebt haben. Das Wetter war jeden Tag traumhaft und die Menschen in der Toskana haben eine unheimlich warme und herzliche Art. Die Speisen und der Kaffee sind ein Traum und uns ist bis auf Pisa kein Nepp aufgefallen. Die Landschaft ist wie gemalt, und strahlt dadurch eine fantastische Ruhe aus.

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