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Mit dem Auto die Toskana erleben

Endlich! Unser Urlaub war gekommen und wir starteten schon sehr früh morgens unserer lange geplante Reise in die Toskana. Um auch wirklich viel von der Toskana sehen zu können, fuhren wir mit dem Auto. Wir fuhren auf der Südautobahn bis Venedig, hier machten wir eine kleine Pause, weil wir wenigstens ein bisschen von Venedig sehen wollten und uns die Beine etwas vertreten wollten. Dann fuhren wir weiter nach Florenz, von hier aus waren es nur noch 40Km, bis zum Chianti Weingebiet. In einem der kleinen Weingebiete hatten Wir unser Zimmer gebucht. Die Pensionsleute waren sehr nett und wir fühlten und gleich wie Zuhause. Da es schon später Nachmittag war, packten wir nur unsere Koffer aus und begaben uns an den Pool um ein Glas Wein zu trinken und uns von der doch sehr anstrengenden Fahrt zu erholen.

Am nächsten Tag, nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach San Gimignano. Die Stadt hat 7500 Einwohner und befindet sich in der Provinz Siena. Die Stadt gehört zum Weltkulturerbe und besitzt einen schönen historischen Stadtkern. Hier tranken wir auch unseren ersten Cappuccino. Das alte Rathaus befindet sich auf dem Piazza del Duomo und der Dom. Das Innere der Kirche ist mit wunderschönen Wand und Decken Malereien verziert. Leider ist das fotografieren und Filmen hier verboten. Wir beschlossen den höchsten der Geschlechtertürme nebenan zu besichtigen und die sehr steilen 54 m über eine Treppe zu erreichen. Der Aufstieg ist wohl nichts für Menschen, die unter Höhenangst leiden, aber für uns galt das ja nicht und so wurden wir schon bald mit einer einzigartigen Aussicht belohnt. Rund um den Geschlechterturm herum gab es unzählige Weingärten zu sehen und dazwischen sahen wir kleine nette Dörfer. In früheren Zeiten war der Turm wie auch die anderen kleineren Geschlechtertürme, ein Wohnsitz. Die einzelnen Geschlechter nutzen diese Türme auch als Verteidigung gegen Ihre Feinde. Nach dem Abstieg schlenderten wir noch durch die schönen Gassen in San Gimignano.

Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Volterra. Die Stadt liegt 50 Km südlich von Pisa entfernt. Die Stadt hat ca. 12000 Einwohner und gilt als die schönste Stadt in der Toskana. Die damaligen Einwohner bauten um ihre Stadt herum eine sieben Kilometer lange Mauer und nannten die Stadt Velathri, die Römer nannten sie dann Volaterrae und im Laufe der Zeit, änderte sich der Name in Volterra. Auch das Stadtbild änderte sich im Laufe der Jahre. Das kann man noch ganz gut am Stadttor Porta dell´Arco und Palazzo de Priori, (römisches Theater), sehen. Eintrittskarten für das römische Theater kauften wir schon beim archäologischen Park bei den etruskischen Ausgrabungen. Noch schöner ist der Ausblick auf das Theater von der Stadtmauer aus, von hier aus konnten wir direkt in das Innere des Theaters schauen, was wirklich beeindruckend war. Nach diesen Eindrücken fuhren wir zurück in das Chianti Gebiet und freuten uns auf unser Zimmer, der Tag hatte uns doch etwas angestrengt.

Mit dem Auto die Toskana erleben

Mit dem Auto die Toskana erleben ©iStockphoto/lorenzoantonucci

Die nächsten Tage nutzten wir um die Toskana und ihre schöne Umgebung zu erkunden. Der nächste Ausflug führte uns nach Massa Marittima und liegt genau 50 KM vor der Maremma Küste. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kurzen Halt an der Abtei San Galgano. Etwa 35 Km westlich von Siena liegt San Galgano. Die Abtei ist von einem dichten Wald umgeben, was uns sofort auffiel, war, dass die Abtei kein Dach besaß. Dieses Dach bestand aus Blei und wurde aus Geldmangel von einem der Mönche verkauft, dadurch fehlte der Abtei der Schutz gegen die Wettereinflüsse und es verfiel immer mehr. Doch auch die übriggebliebene Ruine, die in den Abendstunden öfter mal für ein Konzert genutzt wird und aus diesem Grunde beleuchtet wird, hatte etwas Majestätisches an sich.

Nach unserem Zwischenstopp fuhren wir dann nach Massa Marittima. Auf 380 m Seehöhe liegend, gehört die Stadt zu der Provinz Grosseto. Bis zum 16. Jahrhundert tobte in den umliegenden Sümpfen die Malaria, deswegen war die Einwohnerzahl auf 500 Einwohner gesunken. Mittlerweile leben hier wieder ca. 9000 Einwohner, die Stadt ist in zwei Teilen gegliedert. In der Oberstadt leben die ehemaligen Bergarbeiter, die in den heutigen stillgelegten Bergwerken gearbeitet haben. In der Unterstadt befindet sich dann das Herzstück von Massa Marittima, die Piazza Garibaldi. Dieser Platz soll der schönste in der ganzen Toskana sein und wir stimmten diesen Aussagen durchaus zu. Das höchste Gebäude war die Kathedrale. Diese wollten wir unbedingt besichtigen und hatten etwas Pech, es sollte dort eine Hochzeit stattfinden und wir durften uns nicht allzu lange in der Kathedrale aufhalten. Also beschlossen wir kurzerhand den Wehrturm, Torre del Candeliere zu besteigen. Über eine steile Treppe gelangten wir nach oben zum Wehrturm und zum Arco Senese, der Arco Senese ist ein 22 m großer Bogen, wir gingen hinüber zur alten Mauer und genossen einen wahrhaft schönen Ausblick. Auch das Meer konnten wir von hier oben aussehen, sehr zu empfehlen, ist ein Stadtbummel durch die kleinen Städte in der Toskana. Überall fanden wir kleine Feinkostläden mit den traditionellen Lebensmitteln, die typisch für die Toskana sind.

Knappe vier Stunden von unserer Unterkunft entfernt, liegt die Adria Küste. Hier verbrachten wir den Tag in Grado, Grado liegt auf einer Sanddüne am äußersten Golf von Venedig. Hier wollten wir ein paar Tage wirklich nur entspannen und dazu die typischen italienischen Strände nutzen. Doch wir unternahmen auch kleinere Ausflüge zum Schloss Miramare, welches von einzigartigen Gartenanlagen umgeben ist. Spaziergänge in Grado und die Besuche einiger schöner Restaurants in Grado rundeten unseren Urlaub bis zum Ende ab.

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