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Klima Lybien / Beste Reisezeit Lybien

Ein kurzer Blick auf die Landkarte lässt bereits erahnen, dass in Libyen zwei unterschiedliche Klimazonen zu erwarten sind. Der rund 1,8 Millionen Quadratkilometer große afrikanische Staat grenzt im Norden mit einer etwa 2.000 Kilometer langen Küstenlinie an das Mittelmeer, vis a vis zu den südeuropäischen Ländern Italien und Griechenland. Dieser Küstenstreifen ist durch ein subtropisches mediterranes Klima geprägt und bietet vergleichsweise günstige Lebensbedingungen. Innerhalb dieses Streifens beifinden sich daher auch die Hauptsiedlungsgebiete und die wenigen landwirtschaftlichen Nutzflächen des Landes. Der größte Teil Libyens wird aber von der Sahara dominiert, in der ein trockenes und heißes Wüstenklima ein lebensfeindliches Umfeld schafft.

Die Gegend um die Hauptstadt Tripoli, im Nordwesten von Libyen an der Mittelmeerküste, die auch als Tripolitanien bezeichnet wird, zeichnet sich durch eine gemäßigte Hitze und moderate Niederschläge aus. Im Winter liegen die Temperaturen hier um die 10 Grad Celsius, im Sommer steigen sie auf warme 25 bis 30 Grad. Niederschläge fallen wie im übrigen Mittelmeerraum vorzugsweise während des Winterhalbjahres. Ihre Menge ist mit durchschnittlich 300 bis 400 Millimetern pro Jahr nicht sehr hoch, aber für eine bescheidene landwirtschaftliche Nutzung ausreichend.

An den Küstenstreifen schließt sich nach Süden das Innere des Landes mit der Sahara an. Diese wird in nördlichen Teil Libyens zunächst vom Syrtebecken gebildet. Die hier landschaftlich recht eintönige Gegend, die aus einer Geröll- und Steinwüste besteht, wird aus einer geotektonischen Depression gebildet, die für den Staat von enormer Bedeutung ist, da hier die wirtschaftlich wichtigen Erdölvorkommen auftreten. Weiter nach Süden wird das Landschaftsbild abwechslungsreicher und durch morphologische Differenzierungen geprägt. Diese finden ihren Ausdrucken in Randgebirgszügen vulkanischen Ursprungs, an die sich eine bizarre Karstlandschaft von einer faszinierenden fremdartigen Schönheit anschließt, die den Beginn der so genannten Libyschen Wüste kennzeichnet. Die Libysche Wüste zieht sich weit nach Osten in das Gebiet des dortigen Nachbarstaates Ägypten. Das Klima in diesem größten Teil Libyens ist sehr trocken. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge soll bei etwa 30 bis 40 Millimeter Niederschlag pro Jahr liegen. Es ist allerdings nicht ungewöhnlich, wenn während des gesamten Jahres gar keinen Regen fällt. Die Temperaturen in der Wüste liegen im Sommer um die 40 Grad, mit nicht seltenen Ausschlägen oberhalb der 50 Grad Marke. Die Libysche Wüste gilt als die Region Afrikas mit den höchsten Temperaturen. Im Winter sind die Wüstengebiete durch recht angenehme Tagestemperaturen um 20 bis 25 Grad gekennzeichnet. Da aber weder Wolken noch große Meeresflächen einen Temperaturausgleich bewirken, sind die Schwankungen der Temperaturen zwischen dem Tag und der Nacht deutlich. Im Winter fallen die Nachttemperaturen in den einstelligen Bereich, vereinzelt wird sogar Frost verzeichnet.

Lybien Karte

Lybien Karte ©iStockphoto/mjbs

Die beste Reisezeit in Libyen

Die beste Reiszeit hängt davon ab, welcher Teil des Landes besucht werden soll und welche Reiseaktivitäten vorgesehen sind. Wer einen Strand- und Badeurlaub verbringen möchte, besucht vom späten Frühjahr bis zum Herbstbeginn die Mittelmeerregion des Landes. Das Klima ist hier ähnlich wie in den Touristengebieten des kleinen westlichen Nachbarn Tunesien. Während des restlichen Teil des Jahres eignet sich der Küstenstreifen als Basis für Ausflüge oder als Winterquartier mit angenehmen Temperaturen. Die Mittelmeerküste ist also ganzjährig für eine Reise geeignet.

Wer die Wüste Libyens besuchen will, sollte hierzu den Jahresanfang, etwa von Januar bis April, wählen. Grundsätzlich sind auch die letzten Monate des Jahres für eine Reise geeignet, allerdings ist während dieser Zeit mit dem verstärkten Auftreten von Sandstürmen zu rechnen. Im Sommer ist ein Aufenthalt in der Wüste im Freien wegen der extremen Temperaturen nicht empfehlenswert.

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