Skip to main content

Klima Irak / Beste Reisezeit Irak

Der Irak ist ein Wüstenstaat. Wie generell in Wüsten, treten im Verlauf eines Jahres auch im Irak starke Differenzen der Temperaturen auf. Die Temperaturen im Sommer liegen selten unter 35 Grad und die Höchsttemperaturen können zeitweise auf bis zu 50 Grad steigen. Im Winter dagegen ist es durchaus möglich, dass die Temperatur bis in den Bereich des Nullpunktes abfällt. Die hoch gelegenen Bergregionen des Irak können dann sogar von Schnee und Frost betroffen sein. Niederschläge sind im Irak spärlich, im Sommer fällt in der Regel kein Niederschlag.

Im Winter, von Dezember bis in den späten März, fällt der meiste Regen. Die Regenmenge ist hierbei im Süden und im zentralen Teil des Landes mit durchschnittlich 140 Millimetern gering. Im Norden kann sie dagegen mit rund 700 Millimetern deutlich höher ausfallen. Insgesamt betrachtet ist der Irak also ein Land mit einem trockenen Klima. Prägend für das Wetter sind im Irak die ständig wehenden Winde und die temporär auftretenden Stürme. Nahezu immer herrscht im Irak ein Nordwestwind vor. Die immer wieder auftretenden Stürme können sehr stark sein und sind wegen des aufgewirbelten Wüstensandes, der bis in tausend Meter Höhe getragen werden kann, sehr ungemütlich. In Bagdad, der Hauptstadt des Landes, treten im Jahr etwa 20 Sandstürme auf, in Basra rund 15. Die Sandstürme bringen das öffentliche Leben zum Erliegen und zwingen meist dazu, die Flughäfen zu schließen.

Klimazonen im Irak

Im Südosten des Landes zeigen die dortigen Wüsten und Steppen sowie die Inlanddünen, dass hier ein trockenes Wüstenklima dominiert. Im Nordosten dagegen ragen die Gipfel der Bergketten bis in Höhen um 3000 Meter auf, hier sinken die Temperaturen ab und die Niederschläge steigen. Zwischen dem Wüsten und den Gebirgen zieht sich das Zweistromland, das vom Euphrat und Tigris geprägt ist. Dieser Landstich des Iraks ist feucht, teilweise sogar sumpfig und beherbergt als fruchtbares Gebiet die Hauptanbauflächen des ansonsten eher kargen Landes. Die Vegetation wird vom Klima und von der Morphologie bestimmt. Im Süden ist sie daher spärlich, mit Ausnahme von Palmenhainen im Bereich von Oasen. Im Zweistromland ist die Vegetation üppig, es gibt sogar Schilfgürtel an den Uferzonen von Euphrat und Tigris. Die Berge des Nordens sind in den tieferen Bereich bewaldet, während in den Höhenlagen eine Strauchvegetation vorherrscht.

Irak

Irak ©iStockphoto/mjbs

Beste Reisezeit für den Irak

Eine für Europäer ungünstige Reisezeit ist der heiße Sommer des Irak. Die hohen Temperaturen machen den Aufenthalt im Freien zu einer anstrengenden und schweißtreibenden Angelegenheit. Der oft erstaunlich strenge Winter ist ebenfalls nicht als günstige Reisezeit einzustufen. Für einen Besuch des Landes empfiehlt sich daher das Frühjahr oder der Herbst. Im Frühjahr ist allerdings gelegentlich Regen zu erwarten. Außerdem muss bei Touren ins Zweistromland berücksichtigt werden, dass es wegen der Schneeschmelze zu einer starken Wasserführung von Euphrat und Tigris kommen kann, die bis zum Hochwasser mit den entsprechenden Beschränkungen führen kann.

Top Artikel in Asien