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Klima Grönland / Beste Reisezeit Grönland

Die mit Abstand größte Insel der Welt ist Grönland. Gelegen im Nordpolarmeer, hat sie mehr als zwei Millionen Quadratkilometer. Nur ein Bruchteil davon ist eisfrei. Doch es ist erwiesen, dass die Eisdecke zusehend schmilzt. Bedenklich daran ist, dass dieser Prozess immer schneller abläuft.

Das kann an der Umweltverschmutzung, dem Klimawandel oder dem Phänomen El Nino liegen. Die Menschen haben sich in den eisfreien Gebieten von Grönland angesiedelt. Dorthin bauten sie auch ihre Siedlungen und Städte. Die größte davon ist die Hauptstadt Nuuk. Die Einwohner stehen der Klimaerwärmung meist positiv gegenüber. Das Meer friert wesentlich später zu und dadurch verlängert sich die Fischfangsaison. Auch die Landwirtschaft profitiert von der Erwärmung des Klimas, der Gemüseanbau floriert und macht Grönland vom Import dieser Waren unabhängiger.

Grönland liegt in der polaren und subpolaren Klimazone, je mehr man sich von der Küste ins Inselinnere entfernt, desto kontinentaler wird das Klima. An der Westküste ist es etwas milder, da der dort entlang fließende Grönlandstrom vom Golfstrom und Nordatlantikstrom erwärmt wird. Der Küstenstreifen friert dadurch nicht zu. Und an der Südwestküste kann die Temperatur im Sommer schon mal auf über zwanzig Grad ansteigen. Doch schon Mitte September schlägt manchmal das Wetter um und der erste Neuschnee fällt. Schneestürme können sehr plötzlich auftreten. Doch trotz des wechselhaften Klimas ist die Niederschlagsmenge auf Grönland insgesamt eher gering. Die eisfreien Küstenstreifen liegen oft im Nebel. Beim Inlandeis wurden bis zu minus siebzig Grad gemessen, doch im Sommer kann es sich bis auf null Grad erwärmen. Es herrscht arktisches Klima. Der Polarkreis tangiert Grönland in der Nähe des Ortes Kangerlussuaq, dort schwanken die mittleren Tagestemperaturen zwischen minus 16° im Januar und plus 16°im Juli.

Grönland

Grönland ©iStockphoto/jahlrep

Beste Reisezeit

Wenn in Grönland zwischen Juli und September der Sommer Einzug hält, kommen die meisten Touristen auf die Insel. Die Tundra erblüht in den herrlichsten Farben und die langen hellen Polartage beginnen. Es bleibt frostfrei. Außerdem finden in dieser Zeit in Grönland zahlreiche Veranstaltungen und Festlichkeiten statt. Denn der Einzug des Frühlings und die Begrüßung der Sonne ist den Grönländern nach der endlosen Polarnacht ein Bedürfnis. Doch wer eine Tour zum Nordpol starten will, sollte sich den April freihalten. Zwischen März und Mai werden abenteuerliche Skiwanderungen angeboten sowie mehrtägige Fahrten mit dem Hundeschlitten durch die eiskalte einsame Wildnis. Die auffälligen Naturerscheinungen der Polarlichter erlebt man von Februar bis April und August bis Mitte November.
Wer warmes Wetter sucht, kommt in Grönland nicht auf seine Kosten. Doch wer das Abenteuer sucht, findet ein Land, in dem die Natur überwältigend ist und den Menschen nicht braucht. Man sieht also, die beste Reisezeit hängt davon ab, welche Aktivitäten geplant sind.

Bei Untersuchungen zur Klimageschichte fanden Wissenschaftler DNA-Spuren verschiedener Bäume, die es heute auf der Insel nicht mehr gibt. Vielleicht war Grönland in grauer Vorzeit ein “Grünland” und wurde erst später zum “Eisland“. Und vielleicht wird eine Zeit kommen, da auf Grönland wieder die Bäume blühen.

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