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Klima Antarktis / Beste Reisezeit Antarktis

Der antarktische Kontinent liegt in der polaren Klimazone und ist nicht besiedelt, da die extremen klimatischen Verhältnisse dort ein Leben kaum möglich machen. Das Festland der Antarktis, deren Fläche wesentlich größer ist als der europäische Kontinent, ist zum größten Teil mit einer dicken Eisschicht bedeckt. In der am Südpol gelegenen Region herrschen eisige Temperaturen, da an den Polen nur wenig Sonnenstrahlen zur Erde durchdringen. Die kalten Temperaturen werden zusätzlich durch die hohe Lage der Antarktis über dem Meeresspiegel begünstigt. An ihrem höchsten Punkt liegt sie etwa 5000 m über dem Meeresspiegel, während sich ihre kälteste Region, die auch gleichzeitig als Kältepol der Erde gilt, auf einer Höhe von etwa 3500 m über dem Meeresspiegel befindet. Dort herrschten zeitweise -89,2° Celsius, die eisigsten Temperaturen, die jemals auf der Erde gemessen wurden. Niederschläge fallen in der Antarktis durchweg als Schnee und Blizzards, bei denen es sich um starke Schneestürme handelt, gelten als typisch für diese Klimazone. Das dort vorherrschende Klima ist auf Grund der geringen Niederschläge, die im Jahresdurchschnitt bei gerade mal 50 mm liegen, sehr trocken und extreme Windgeschwindigkeiten von etwa 250 – 300 Kilometer pro Stunde sind nicht ungewöhnlich.

Die Monatsdurchschnittstemperatur liegt am Kältepol bei etwa –71° Celsius im August und selbst in der Küstenregion steigen die Temperaturen meist nicht über 0° Celsius an. Im Inneren der Antarktis liegen die durchschnittlichen Temperaturen bei -55° Celsius, die im Juli, dem kältesten Monat des Jahres, meist auf –70°Celsius fallen und in den wärmeren Monaten Dezember und Januar zwischen -15° und –35° Celsius liegen. In der antarktischen Küstenregion herrschen in den Wintermonaten Temperaturen zwischen -20° und -30° Celsius und bis zu 0° Celsius im Sommer und es fällt dort auch mehr Niederschlag pro Jahr als im Landesinneren. Wärmer ist es auf der antarktischen Halbinsel, wo im Sommer auch schon Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes gemessen wurden.

Auf Grund der unwirtlichen Klimabedingungen existieren auf dem antarktischen Festland bis auf einige Flechten und Moose kaum Pflanzenarten und es leben dort auch nur wenige wirbellose Tierarten, die sich an das extreme Klima anpassen konnten. Das Meer bietet hier aber verschiedenen Tierarten wie beispielsweise Pinguinen, Sturmvögeln oder Robben zumindest in den Sommermonaten einen geeigneten Lebensraum. Die von extremer Kälte geprägten Wintermonate verbringen viele Tiere in nördlicheren Regionen.

Antarktis

Antarktis ©iStockphoto/Coldimages

Beste Reisezeit

Der antarktische Winter umfasst den Zeitraum von März bis September und ist weitgehend von Dunkelheit geprägt. Im November beginnt in der Antarktis die frühsommerliche Phase, in der die See allerdings noch mit Packeis bedeckt ist und die Strände noch unter einer Schneedecke verschwinden. Nach und nach kommen in dieser Zeit die Pinguine zu ihren Kolonien und beginnen mit dem Nestbau. Als beste Zeit für eine Reise in die Antarktis gelten die wärmeren Sommermonate von Dezember bis März. In den wärmsten Monaten Dezember und Januar ist es dort bis zu 22 Stunden am Tag hell. Der Antarktis-Besucher kann jetzt schon die ersten schlüpfenden Pinguin-Küken beobachten. Die Spätsommermonate Februar und März eignen sich am besten zur Beobachtung von Walen, da sich das Eis zu dieser Zeit schon weitgehend zurückgebildet hat und so Anlandungen im Süden möglich sind. Auf der antarktischen Halbinsel, dem nördlichsten Gebiet des Kontinents, wo ein milderes Klima herrscht als in den übrigen Regionen der Antarktis, tauchen jetzt die ersten Robben auf und die Pinguin-Küken werden flügge. Die Sommerzeit bietet dem Besucher die beste Möglichkeit, die beeindruckende Landschaft und Tierwelt in der Antarktis zu beobachten, während der eisige und dunkle Winter nicht besonders einladend ist.